Anwendungsgebiete der Mediation

Freitag, 27. März 2009 08:30

Mediation ist geeignet für private, geschäft­liche und gesellschaftliche Konflikte, wenn die Beteiligten bereit sind, ihre Probleme auf kooperative und konstruktive Art und Weise zu lösen.

Privates / soziales Umfeld

  • Nachbarschaftsstreit
  • Familiäre Konflikte
  • Konflikte auf der Arbeit
  • Arzt-Patienten-Verhältnis

Öffentlicher / staatlicher Bereich

  • Stadtentwicklung
  • Verkehrsplanung
  • Windkraftanlagen
  • Müllverwertung

Business-to-Business Bereich

  • Geschäftsbeziehungen
  • Unternehmensnachfolge
  • Fusionen
  • Gesellschafterstreit
  • Franchising

Ablauf einer Mediation

Donnerstag, 26. März 2009 21:17

  1. Einverständnis und Kontrakt zum Mediationsverfahren mit den Konfliktparteien herstellen,
  2. Themen und Anliegen der Medianten sammeln,
  3. Interessen, Erwartungen, Emotionen hinter den Anliegen herausarbeiten,
  4. Perspektivwechsel anregen,
  5. Mögliche Lösungswege und Optionen gemeinsam erarbeiten,
  6. Verhandeln von gemeinsam geteilten Vereinbarungen und Lösungen.

Was ist ein Phasenmodell?

Donnerstag, 12. März 2009 12:09

Ein Phasenmodell ist eine Vorgabe für die Ablauforganisation eines Projekts. Es hilft den Projektablauf in Teilaufgaben zu zerlegen und festzulegen, in welcher inhaltlichen Reihenfolge die einzelnen Schritte eines Projekts bearbeitet werden sollen. In der Praxis geht man von vier Phasen eines Projekts aus: Startphase, Definitionsphase, Planungsphase und Umsetzungsphase.

Mediation kennt keinen starren Verfahrensaufbau, da die Parteien das Verfahren weitgehend selbst bestimmen können. Dennoch lassen sich im allgemeinen mindestens folgende Phasen unterscheiden: Einführung, Definition der Themen / Konfliktpunkte, Herausarbeiten der Interessen, Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten und Abschluss einer Verein- barung.

Das Phasenmodell ermöglicht ein schrittweises Vorgehen und ünterstützt ein systematisches Problemlösen. Zudem ist es ein Intsrument zur Kon- trolle und Steuerung. Schließlich liefern Phasenmodelle Orientierungs- punkte un schaffen Transparenz.

Blümchentapete

Dienstag, 10. März 2009 09:45

Der Projektleiter genauso wie der Mediator müssen beide aufpassen, dass die Verfahrensbeteiligten nicht in - noch - irrelevante Details ab- weichen. Deshalb müssen sie sorgfältig darauf achten, welche Fragen genau wann zu beantworten sind. Dabei kann als Warnsignal das Beispiel der  Blümchentapete helfen:

Sie wollen mit ihrer Familie in einen anderen Ort ziehen. Gemeinsam diskutieren Sie die Frage ihres zukünftigen Heims. Sie wollen klären, ob es ein frei stehendes Haus, ein Reihenhaus oder eine Eigentumswohnung sein soll. Weiterhin geht es vielleicht noch um die Frage “Kauf oder Miete”. Es geht hin und her, sie  kommen zu keiner Einigung. Plötzlich sagt einer der Beteiligten: “Aber diesmal kommt keine Blümchentapete in die Küche!” - Und schon haben sie eine heiße Diskussion über die Küchentapete - mit dem Ergebnis, dass das eigentliche Problem erstmal nicht geklärt wird.

Projektleiter und Mediator müssen den Verfahrensbeteiligten deshalb immer wieder klar machen, auf welcher Detaillierungsebene sie sich gerade befinden.

Projektitis

Mittwoch, 04. März 2009 08:58

Projektitis ist die übertriebene Anwendung von Methoden des Projekt- managements. Nahezu jedes Vorhaben wird von Befallenen zum Projekt gemacht.

Wenn also Aufgaben, die mit einer einfachen ‘To-Do-Liste’ bewältigt werden könnten, wie Projekte geplant, überwacht und gesteuert werden, liegt Projektitis vor. Bisher ist kein Mittel gegen sie bekannt. Wen sie einmal befallen hat, den lässt sie so leicht nicht wieder los.

Was ist ein Projekt?

Montag, 02. März 2009 09:23

Ein Projekt nach DIN 69 901 ist ein Vorhaben, das im Wesentlichen durch Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist, wie z.B.  Zielvorgabe, zeitliche, finanzielle, personelle oder andere Begrenzungen, Abgrenzung gegenüber anderen Vorhaben, projekt- spezifische Organisation.

Diese Definition ist sicher gut gemeint, aber leider nicht eindeutig. - Wo beginnt die Einmaligkeit?

Das entscheidende Kriterium dürfte “Nicht-Alltäglichkeit” sein. Nur ein Vorhaben, dass nicht Routine ist, wird zum Projekt. Keine Projekte sind

  • Prozesse, die durch standardisierte, sich wiederholende Routineaufgaben gekennzeichnet sind,
  • Aufgaben, die regelmäßig im beruflichen oder auch privaten
    Alltag erledigt werden (müssen).

Konflikte und Gruppen

Samstag, 28. Februar 2009 15:00

Wesentliche Bedingung für eine kooperative Gruppe ist die Übereinstimmung der Interessenlagen bzw. der Zielsetzungen. Stimmen individuelle Interessen und Ziele mit denen der Gruppenmitglieder überein, kann von einer stabilen kooperativen Gruppe gesprochen werden.

Konflikte

Samstag, 28. Februar 2009 14:56

Konflikte entstehen durch Entscheidungssituationen, in die ein Individuum gestellt ist, wobei eine Wahl zwischen mindestens zwei Möglichkeiten besteht und gleichzeitig

  1. ein Entscheidungszwang besteht (das Individuum muss sich entscheiden) und
  2. jede Art der gewählten Entscheidung ein negatives Erlebnis (ein Versagtsein) hinterlässt.

Was ist Mediation?

Donnerstag, 26. Februar 2009 19:28

Mediation ist eine moderne Methode der außergerichtlichen Konfliktlösung unter Leitung eines neutralen Dritten - des Mediators. Das Mediationsverfahren ist ein flexibles, vertrauliches Verfahren, in dem die Parteien durch strukturierte faire Verhandlungen gemeinsam eine zufriedenstellende Einigung erarbeiten. Der Mediator ist kein Richter sondern ein Mittler, der die Parteien durch das Verfahren führt.